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Die kreativen Köpfe hinter der Haferhorde

Die Haferhorde gäbe es nicht, ohne Suza Kolb, die Autorin, und Nina Dulleck, die Illustratorin.
Und zusammen sind sie ein unschlagbares Team – genau wie Schoko und Keks!

Liebe Suza, wie läuft die Zusammenarbeit zwischen euch beiden?

Unsere Lektorin spricht die Illustrationen in der Regel mit Nina Dulleck ab. Ab und zu werde ich um Rat gefragt. Ich bin übrigens sehr glücklich darüber, wie Nina Dulleck die Haferhorde zum Leben erweckt hat. Es ist einfach perfekt. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Nina Dulleck und mir gibt es auf der Bühne zusehen, denn manchmal treten wir gemeinsam auf. Nina zeichnet live und ich lese vor!

Suza Kolb

Von Kindesbeinen an hat Suza Kolb Geschichten verfasst, die von frechen, wilden Heldinnen und Helden handelten – mit vier oder auch nur zwei Beinen. Aber das Schreiben blieb erst einmal ein Hobby für die vor mehreren Jahrzehnten im Rheinland geborene und mittlerweile nach Bayern ausgewanderte Suza Kolb. Jetzt formen sich die schrägen Abenteuer ihrer außergewöhnlichen Figuren zu Büchern. Die Ideen dazu findet Suza Kolb hauptsächlich in ihrer direkten Umgebung.

Liebe Suza, was genau macht dich eigentlich zum „Pferdemädchen“?

Ich mag alle Tiere sehr gerne (okay, mit Spinnen, Zecken und Würmern habe ich ein kleines Problem, aber ich gebe mir Mühe, nett zu ihnen sein), doch zu Pferden habe ich „einen besonderen Draht“. Zunächst einmal wurde ich tatsächlich ganz von mir aus ein „Pferdemädchen“. Niemand in meiner Familie hatte mit Pferden etwas am Hut, aber ich war sozusagen von Geburt an hin und weg, wenn ich ein Pferd oder Pony sah und roch!

Mit fast neun Jahren durfte ich meine ersten Reitstunden nehmen und war fortan absolut und für immer mit den Pferden verfallen. Es ist einfach wunderbar, wenn man so intensiv mit einem Tier ein Team werden kann. Ich liebte auch den Stalldienst, der Geruch der Pferde und des Pferdemistes war für meine Nase genauso angenehm wie ein gutes Parfüm. (Und so ist es heute noch zum Leidwesen meiner Mitmenschen! GRINS!) Meine Pferdeliebe ging so weit, dass ich mich bei den Familienspaziergängen in ein Pferd verwandelte und schnaubend und wiehernd zwischen Bäumen hindurch und über die Wiesen galoppierte. Das ist bis heute so geblieben! LACH!

Naja, heute galoppiere ich auf einem echten Pferd durch die Natur! Aber die Sprache der Pferde ist immer noch, genauso wie früher, auch die meine. Ich verrate mal ein Geheimnis: Wenn ich mich über jemanden ärgere, lege ich intuitiv „die Ohren an“! Für mich ist eines ganz klar: Ein Leben ohne Pferde kann und will ich mir nicht vorstellen.

Und natürlich macht ihr Pferd Billie sie zum Pferdemädchen. Weil er ein Pferd (genau genommen ein echtes Cowboypferd, nämlich ein Quater Horse) ist und kein Pony, hat er auch nicht so viele Flausen im Kopf ähhhh Schopf!

Foto: ©  Monika Lang Fotografie

Nina Dulleck

Nina Dulleck, geboren 1975, ist Autorin und Illustratorin von Kinderbüchern. Wenn sie nicht gerade schreibt und zeichnet, hütet sie zusammen mit ihrem Mann eine wilde Horde von drei Kindern oder dreht lustige Clips rund ums Kinderbuch für ihren YouTube-Kanal.

Die Haferhorde gibt es jetzt schon seit mehr als 7 Jahren. Was war dein erster Gedanke als du für den ersten Haferhorde-Band als Illustratorin angefragt wurdest?

Jippieh! Endlich eine PferdeKinderBuchreihe aus Sicht der Pferde! Ich liiiebe Pferde, kann aber diese typischen Pferdemädchengeschichten nicht leiden. Von daher hab ich auf die Haferhorde 25 Jahre lang gewartet ;-)

Und was bedeutet dir die Arbeit mit der Haferhorde mittlerweile?

Die Zusammenarbeit mit dem Verlag und der Textautorin ist super wertschätzend und angenehm. Das bedeutet mir am ALLERmeisten. Ansonsten freu ich mich, dass mich mein Instinkt nicht getrogen hat, als ich Schoko, Keks und Toni das erste Mal begegnet bin: Aus Sicht der Ponys - das gab es noch nicht!  Zusammen mit diesem Ponywitz von Suza Kolb - einfach eine geniale Mischung die ankommt. Mädchen wie Jungs sind begeistert - und das begeistert wiederum mich.

Foto: © privat